Schülerfahrten

Schüleraustausch mit dem Gymnasium Giulio Natta in Mailand 2016


Anfang dieses Schuljahres 2016/17 haben wir mit großer Freude und großem Erfolg einen Austausch mit dem Gymnasium Giulio Natta in Mailand organisiert, durchgeführt und eine sehr gute Schulpartnerschaft für künftige Projekte gefunden.

Die Lehrerinnen, Schülerinnen und Schüler in Mailand sowie unsere Schülerinnen und Schüler der 10. und 11. Klasse haben eine enorme Motivation gezeigt, an diesem Austausch teilzunehmen. Unsere Schülerinnen und Schüler haben im September mit Spannung unsere italienischen Gäste aus Mailand empfangen (19 Schülerinnen/Schüler), die die Möglichkeit hatten, eine erste "reale" Begegnung mit der deutschen Sprache und Kultur zu haben. Sie konnten außerdem viele Orte in Berlin besuchen und viel Zeit mit den deutschen Familien verbringen. Für die deutschen Schülerinnen und Schüler war es natürlich auch eine wunderbare Gelegenheit, durch den Austausch mehr von der italienischen Sprache zu hören und von der Kultur zu erfahren. Viele von ihnen sind zum ersten Mal nach Mailand geflogen und waren von der italienischen Gastfreundschaft begeistert. Außerdem war es für beide Schulen eine Möglichkeit, zwei - sehr unterschiedliche - Schulsysteme zu vergleichen. In der auch gut überschaubaren Gruppe von Schülern und Schülerinnen konnten sich italienische und deutsche Schülern sehr gut kennenlernen und zusammen viel unternehmen.

Als Koordinatorin für den Austausch Berlin-Mailand bin ich überzeugt, dass sich aufgrund unserer neuen Schulpartnerschaft künftig mehr Schülerinnen und Schüler für die italienische Sprache interessieren werden. Es war für uns alle eine bereichernde Erfahrung, die wir gerne wiederholen werden.

Chiara Catalano

Die Fotos wurden von Luca H. (10Mint) aufgenommen.

Eindrücke vom Schüleraustausch mit Mailand (Bettina, 11. Klasse):

Ich habe mich sehr darauf gefreut, dass im September unsere Austauschschüler aus Italien zu uns kamen. Sie lernen Deutsch seit zwei Jahren genau wie ich Italienisch; die restlichen deutschen Schüler jedoch erst seit einem Jahr. Trotzdem konnten wir uns gut verständigen -ob auf Italienisch, Deutsch oder Englisch.

Unsere Gastfamilien in Italien waren sehr freundlich, kümmerten sich herzlich um uns und bereiteten jeden Abend ausgewogenes italienisches Essen vor, wovon wir immer schwärmen werden.

Die Italiener haben für uns in Mailand ein tolles Programm vorbereitet: Besondere Attraktionen waren beispielsweise die Besichtigung und Besteigung des Mailänder Doms, das Cenacolo („Das letzte Abendmahl“) und der moderne Stadtteil Mailands. Die italienischen Schüler, die zusammen in einer Klasse sind, begleiteten uns auf jeden Ausflug und erzählten uns zu jeder Sehenswürdigkeit einige interessante Dinge auf Deutsch und Italienisch. Für einen Tagesauflug nach Verona war eine Stadtführung in zwei Gruppen organisiert, bei der ich mich der italienischsprachigen anschloss. Hier in Berlin konnten wir Deutschen nicht mit der italienischen Gruppe vormittags auf die Ausflüge mitkommen, da wir aus verschiedenen Klassen kamen und für uns in der Zeit der Unterricht normal weiterging.

Besonders spannend fand ich es, auch den Unterricht in Italien kennenzulernen. Obwohl die Lehrer bei ihrer Unterrichtsplanung Rücksicht auf die Deutschen nahmen, hat man doch eine Vorstellung des italienischen Schulsystems bekommen.
Ich finde es wunderbar, wir uns alle im Laufe des Austauschs miteinander angefreundet haben – und nicht nur mit dem eigenen Austauschpartner! Das lag daran, dass wir eine relativ kleine und intime Gruppe waren (19 Italiener und 13 Deutsche) und wir viel zusammen gemacht haben. Als wir uns verabschieden mussten, waren wir alle sehr traurig, weil die schöne Zeit schon vorbei war.

Abschließend möchte ich wohlgemerkt erwähnen, dass man einen besseren und tieferen Einblick in das Land und dessen Kultur erlangt, wenn man in einer richtigen italienischen Familie wohnt anstatt in einem Hotel, da man direkt unter den Menschen ist. Deswegen ist ein Austausch meiner Meinung nach eine gute Chance, und ich werde auch auf jeden Fall nach Italien zurückkehren, weil ich das Land und die Sprache liebe!

Bettina P.(Jg. 11), 15.12.16

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