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Austausch mit Morges (Französische Schweiz) 2011

22. September bis 29. September 2011 mit den Französisch-Schülern der Klasse 9Mu, Frau Schlez und Frau Bachem-Vopel

Unsere Reise nach Morges begann am Donnerstag, dem 22. 9. um 8 Uhr morgens am S-Bahnhof Hermsdorf. Dort ging es mit de S-Bahn zum Flughafen Schönefeld. Ich glaube, dass wir alle ein wenig aufgeregt auf das waren, was da so auf uns zu kommen wird.

Wir hatten Glück, dass gutes Wetter war und wir bei dem Flug eine wunderschöne Sicht auf die Alpen hatten. Wir landeten nach etwa 90 Minuten Flug am Flughafen Genf und setzten von dort aus unsere Reise mit der Regionalbahn fort. Als dieser am Bahnhof Morges anhielt waren wir wahrscheinlich alle ein wenig nervös, als wir unseren Austauschpartnern, die uns vom Bahnhof abholten, das erste Mal gegenüberstanden. Wir waren alle ein wenig müde von der Reise und wahrscheinlich sehr froh, uns endlich ausruhen zu können.

Am nächsten Tag trafen wir uns morgens am Gymnasium Beausobre, die Schweizer hatten Unterricht und wir hatten vor, uns an diesem Tag die schöne Stadt Lausanne anzusehen. Nach einer kleinen Wanderung trennten wir uns am Marktplatz von Lausanne und zogen als kleine Gruppen weiter um auf eigene Faust die Stadt zu erkunden. Als wir um zwanzig vor vier am Bahnhof Morges von unseren Austauschpartnern abgeholt wurden, waren wir von dem vielen laufen total erledigt. Am Abend gab es allerdings noch Programm, wir gingen alle gemeinsam bowlen. Am Wochenende unternahmen wir etwas gemeinsam mit der Familie, was gut war um sich ein bisschen besser kennen zu lernen.

Am Montag machten wir einen Ausflug die „Grottes de Vallorbe“. Dieses Mal wurden wir von den Schweizern begleitet. Nach einer sehr umfangreichen Führung durch die Grotte fuhren wir zu einem kleinen Tierpark, in dem es Büffel, Wildpferde und Wölfe zu sehen gab. Das Wetter an diesem Tag war herrlich, deshalb wurde am Nachmittag gewandert. Wir wanderten auf einen kleinen Berg rauf und oben angekommen hatte man einen sagenhaften Blick auf das Tal und auf den See. Als wir am späten Nachmittag mit dem Bus zurück nach Morges kehrten taten, glaube ich, allen ein wenig die Füße weh. Wir hatten auf unserer Reise wirklich eine Menge Glück mit dem Wetter, was auch am Dienstag herrlich war. Ein großes Glück, schließlich machten wir an dem Tag eine Wanderung durch die berühmten Weinberge. Weil wir alle noch ein wenig jung für eine Weinverkostung waren, machten wir stattdessen eine Traubenverkostung. Sehr lecker, wirklich. Nach einem langen Fußmarsch kamen wir am Ufer des Sees an und nahmen dort die Fähre nach Vevey. Wir haben die Fahrt auf der Fähre alle sehr genossen, da man draußen stehen konnte und von da noch mal einen beeindruckenden Blick auf die Weinberge hatte. In Vevey angekommen hatten wir erst einmal eine Stunde Freizeit um diese bezaubernde Kleinstadt näher anzusehen und vielleicht das eine oder andere Souvenir zu kaufen. Nach einer Stunde sammelten wir uns wieder und machten uns auf den Weg zum „Alimentarium“, einem Museum, wo se hauptsächlich um essen ging. Nach einer Führung durften wir selbst ein bisschen kochen und das gekochte anschließend natürlich auch essen. Dem einen hat es geschmeckt, dem anderen nicht. Damit war das Programm für den Dienstag beendet und wir machten uns auf den Heimweg. Am Abend trafen wir uns noch am See und badeten. Jedenfalls die Deutschen, die Schweizer schienen alle keine so großen Wasserratten zu sein. Als es dunkel war machten wir ein Feuer und genossen die schöne Stimmung.

Am Mittwoch trafen wir uns wie immer an der Schule und machten erst zwei Stunden Sport, dann eine Stunde Deutsch mit. Für uns alle war es sehr interessant, einen Einblick in den Schweizer Unterricht zu bekommen. Wir hatten aber heute noch andere Sachen vor, also ging es mit dem Zug wieder nach Lausanne. Dort hatten wir wieder ein wenig Freizeit, um uns Souvenirs zu kaufen und einen kleinen Vorrat an Schweizer Schokolade anzulegen. Später besuchten wir die Ausstellung „l’art brut“, wo Kunstwerke von psychisch kranken Menschen ausgestellt wurden. Danach machten wir uns auf den Weg zurück nach Morges. Weil das schließlich unser letzter Tag war wurde Abends eine Abschiedsparty veranstaltet. Es gab ein leckeres Buffet und einige Leute hatten Gesangs und Tanzdarbietungen Vorbereitet. Ich glaube, wir hatten alle sehr viel Spaß.

Am Donnerstag war es so weit, der Tag der Abreise. Wir trafen uns um viertel nach sechs (!) am Bahnhof und fuhren von da aus mit der Bahn nach Genf. Dort nahmen wir um zwanzig vor zehn den Flieger nach Berlin-Schönefeld und kamen schließlich um halb zwei in Hermsdorf an. Ich glaube, das alle froh waren zu Hause zu sein, auch wenn wir eine Menge Spaß hatten.

Text: Katharina Zeyse

Fotos: Lilith Schmidthals

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