Geographie

Geographie in der Oberstufe – die richtige Wahl !!!?

Seit dem Schuljahr 2006/2007 erfreut sich das Fach Geographie bei den Schülern und Schülerinnen der Oberstufe zunehmen-der Beliebtheit. Nicht zuletzt liegt es daran, dass außer Geographie Leistungskurs das Fach nunmehr auch als Grundkurs be-legt werden kann, sodass Abiturprüfungen im Rahmen des 3. oder 4. Prüfungsfaches möglich sind. Ebenso eignet sich das Fach hervorragend für die 5. Prüfungskomponente, denn aufgrund seiner inhaltlichen und methodischen Anlage bietet es zahlreiche Möglichkeiten, dem fächerübergreifenden Anspruch dieser neuen Prüfungsform gerecht zu werden. Das Fach Geo-graphie ist das Bindeglied, das geowissenschaftliche und sozialwissenschaftliche Ansätze ganzheitlich betrachtet, zentriert und verbindet.


Kann ich auch nach der Schule noch was mit dem Erlernten anfangen?

Die Geographie leistet bedeutende Beiträge zur allgemeinen und politischen Bildung und vermittelt grundlegende Fähigkeiten und Fertigkeiten für Studium und Berufstätigkeit. Im Mittelpunkt unseres Unterrichts steht der Raum, der in einer Zeit zunehmender weltweiter Verflechtungen auf allen Ebenen sowie weltumspannender ökologischer Herausforderungen größte Aufmerksamkeit erweckt.


Was wird inhaltlich im Mittelpunkt des Unterrichts stehen?

Wir erschließen unterschiedliche Räume in ihrer Komplexität, analysieren sie unter politischer, sozialer, ökonomischer und ökologischer Perspektive und denken nach über Lösungsmöglichkeiten erkannter Konfliktfelder und Probleme. Konkret bedeutet dies:

Im 1. Semester beschäftigen wir uns mit städtischen Räumen in Deutschland und Europa, im Mittelpunkt unseres Interesses steht natürlich Berlin. Die historische Entwicklung von Städten, raumordnerische Maßnahmen und Konzepte gilt es kennen zu lernen, zu diskutieren und zu beurteilen. Auf Exkursionen werden wir uns mit einzelnen Teilräumen der Stadt beschäftigen und/oder beispielsweise Kartierungen oder Befragungen durchführen.
Im 2. Semester rückt Europa in den Blickpunkt. Unterschiedlich strukturierte Räume werden anhand verschiedener Fragestel-lungen analysiert, Entwicklung und Auswirkungen des europäischen Integrationsprozesses untersucht und bewertet. Für diese „europäischen“ Themen gibt es hinreichend Anschauungsmaterial vor Ort, wie z. B. revitalisierte Industriebrachen, an denen die Thematik des wirtschaftlichen Strukturwandels problematisiert werden kann.
Im 3. Semester begeben wir uns auf eine geistige Reise in die „Entwicklungsländer“, untersuchen das Nutzungspotential der Tropen und beschäftigen uns mit demographischen, siedlungsgeographischen sowie ökonomischen Strukturen und Entwick-lungen. Dabei fragen wir nicht nur nach den Ursachen von Armut und Hunger, sondern auch nach Möglichkeiten ihrer Überwin-dung. In Berlin sind viele Institutionen der Entwicklungszusammenarbeit ansässig, folglich bietet sich eine Kooperation gerade-zu an.
Im 4. Semester geht es um die Betrachtung ausgewählter Weltwirtschaftsregionen, vor allem um die USA sowie um den asia-tisch-pazifischen Raum. An ausgewählten inhaltlichen Schwerpunkten (z. B. Welthandel, Tourismus)werden Chancen und Risiken des Globalisierungsprozesses problematisiert.

Kann ich den Anforderungen des Faches in der Oberstufe gerecht werden, obwohl ich in der Mittelstufe eher wenig Geographieunterricht hatte?

Ein erfolgreiches Arbeiten setzt, wie in allen anderen Fächern auch, eine aktive Teilnahme am Unterricht sowie eine sorgfältige Vor- und Nachbereitung der Kursstunden voraus. Darüber hinaus gibt es ein paar Dinge, die jeder mitbringen sollte:

  • Zunächst darf ein grundlegendes Interesse an geographischen Fragestellungen nicht fehlen. Tagtäglich gibt es in den Medien Berichte, die unsere Unterrichtsinhalte berühren, sei es die Diskussion um den Wiederaufbau des Berliner Stadt-schlosses, das Gerangel um die Abschaffung der Zuckermarktordnung in Europa, das Abschmelzen der Polkappen oder die Meldungen über den weltweiten Preisanstieg von Grundnahrungsmitteln. Wer diese Themen regelmäßig und interes-siert verfolgt, ist in der Geographie richtig.
  • Zum methodischen Handwerkszeug der Geographen gehören Karten, Diagramme und Statistiken. Wer damit gerne um-geht, auch mal nur so im Atlas blättert oder sich von Google Earth begeistern lässt, ist in der Geographie richtig.
  • Die Geographie lebt davon, Dinge komplex zu betrachten, nach Zusammenhängen zu spüren und dabei vielfältige Ver-knüpfungen zu erkennen bzw. herzustellen, Ursachen und Folgewirkungen abzuleiten und zu problematisieren. Wer gern vernetzt denkt und dieses im Ansatz beherrscht, ist in der Geographie richtig.
  • Um auch in den Klausuren Erfolg zu haben, muss man in der Lage sein, seine Gedanken so gut strukturiert aufs Papier zu bringen, dass die gedachten Zusammenhänge immer noch nachvollziehbar sind. Außerdem wird die Verwendung der fachsprachlichen Begriffe vorausgesetzt, die im Unterricht nach und nach vermittelt werden. Wer bereit ist, auch an der sprachlichen Umsetzung der Inhalte zu arbeiten, ist in der Geographie richtig.
  • Schließlich darf der Spaß an Exkursionen nicht fehlen, auch wenn diese mitunter über die reguläre Unterrichtszeit hinaus-gehen und/oder bei nicht so gutem Wetter stattfinden. Wir freuen uns schließlich auch über jeden, der uns auf „Großex-kursion“ begleitet. Für die Leistungskursschüler gehört so eine Fahrt fast zum „normalen“ Programm; im letzten Semester konnten wir erstmalig auch den Grundkursschülern die Teilnahme an der Fahrt nach Wien anbieten. Wer meint, das klingt gut, ist in der Geographie richtig.
Für weitere Informationen und Fragen stehen natürlich alle Fachlehrer und -lehrerinnen zur Verfügung. Auch die derzeitigen Schüler und Schülerinnen der Grund- und Leistungskurse geben sicherlich gern Auskunft über ihre hoffentlich nur positiven Erfahrungen.
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Geographielehrer*innen

Fachleitung: Herr Hartmann


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